Meine derzeitigen Lieblingsaphorismen und -sarkasmen aus "Von Staaten und anderen Schurken" (Europa-Verlag, 2004):
Es sei daran erinnert, daß jeder, aber auch jeder Staat einen Hauptfeind Nr. 1 besitzt, nämlich die eigene Bevölkerung. Wenn im eigenen Land die Politik ausbricht und die Leute auf der Straße aktiv werden, können sich daraus schreckliche Folgen ergeben. Darum ist Ruhe die erste Bürgerpflicht, nicht zu vergessen Gehorsam und Passivität. (32)
Das Minimum an moralischem Anstand wäre die Bereitwilligkeit, sich den eigenen Vergehen in aller Offenheit zu stellen. (11)
Höfliche Menschen werden sicher vergessen haben, auf welche Reaktion Kennedy stieß, als er 1961 versuchte, den kollektiven Widerstand gegen Kuba zu organisieren. Mexiko könne da leider nicht mitmachen, meinte ein Diplomat, denn "wenn wir öffentlich erklären, daß Kuba unsere Sicherheit bedroht, lachen sich 40 Millionen Mexikaner tot". Hierzulande gehen wir mit Fragen der nationalen Sicherheit nüchterner um. (48)
Menschen sind sehr komplizierte Wesen und können einander in persönlichen Beziehungen sehr viel Leid antun. Daß weiß man, auch ohne sich Seifenopern ansehen zu müssen. (60)
Und ein sehr blödsinniges Zitat:
WASCHBÄR, TOLLWÜTIGER Ich finde es nicht gut, wenn überall bewaffnete Polizisten herumlaufen, aber vor einigen Jahren, als meine Kinder noch klein waren, gab es in unserem Viertel einen tollwütigen Waschbären, den wir einfach nicht loswurden, so daß wir schließlich die Polizei bitten mußten, sich der Sache anzunehmen. Das ist besser, als wenn Kinder gebissen werden. Manchmal muß man illegitime Strukturen akzeptieren und sich ihrer bedienen. (70)
Endlich!!! Mir ist ein guter Vorsatz für das Jahr 2007 eingefallen: Jeden Tag eineAUSSERGEWÖHNLICHETat!
Seit ich diesen Vorsatz habe, ist es mir gelungen: Vorgestern: Karaoke singen Gestern: Bei einer Casting-Agentur anmelden Heute (yet to come): Den Film Shortbus gucken und den Vollmond anheulen
Demnächst werde ich auch an dem unglaublichen Virtuellen Fußballturnier teilnehmen, ja, wirklich! Ich würd das Match zwar lieber auf einer echten Wiesn austragen, weil wir dann sehen würden, ob Mortin tatsächlich ein zweites Paar Arme auspackt, aber Blogger/innen sind halt eine scheue Spezies...
Dass die Mannschaftskapitäninnen und -kapitäne mit ihren Handtäschchen in Pixel gebannt werden konnten, grenzt daher an ein Wunder... LMAO!
„... los más pequeños de estas tierras, los sin rostro y sin historia... armados de verdad y fuego, los que venimos de la noche y la montaña, los hombres y mujeres verdaderos, los muertos de ayer, hoy y siempre... pedimos el derecho a vivir con dignidad de seres humanos, con igualdad y justicia como nuestros antiguos padres y abuelos...“ E.Z.L.N. - Ejercito Zapatista para la Liberación Nacional
Wie manche meiner geschätzten Leserinnen und Leser vielleicht wissen, sind mir seit meiner Reise nach Guatemala und México und dem Aufenthalt im Caracol Dos, Oventic, die Zapatistas ein Anliegen und ich kann mich mit gutem Gewissen damit identifizieren.
Deshalb möchte ich über Indígena- und Bauern-Bewegung informieren und ein paar Links zum Ejército Zapatista para la Liberación Nacional (E.Z.L.N.)und zur "La Otra Campaña" bieten:
Ich wurde gefragt, wie grau es heute in Wien ist. Daher machte ich mich mit der Kamera im Augarten auf die Suche nach dem Grau. Sehet selbst! Grau genug?
Nein? Aber das Grauen fand ich. Es könnte nämlich sein, dass zwischen diesen beiden Fotographien ein Zusammenhang besteht... Nicht? Der schwarze Fleck im Hintergrund des ersten Bildes stellt das Opfer - oder den Täter? - dar.