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Donnerstag, 18. Januar 2007

Nichts für uns, alles für alle.

Nada para nosotros, todo para todos.

Einladung zur Ausstellung

Strategischer Universalismus und politische Zeichnung
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Eröffnung 17. Januar 2007, 19 Uhr
18. Januar bis 2. März 2007
Galerie IG BILDENDE KUNST
Gumpendorfer Straße 10-12
1060 Wien
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Strategischer Universalismus

Mitte der 80er Jahre entwickelte die postkoloniale Theoretikerin Gayatri Spivak das Konzept eines „strategischen Essentialismus“. Ihr ging es dabei darum, in Anbetracht der Kritik der poststrukturalistischen Theorie an jeglichem Essentialismus, Möglichkeiten für eine konkrete politische Praxis offen zu halten. Zugleich mit der Kritik am Essentialismus sind gerade universalistische Konzepte in der feministischen und postkolonialen Theorie massiv kritisiert und als weiße, westliche, männliche, partikulare Konstruktionen entlarvt worden.

Die Ausstellung wirft nun die Frage auf, inwieweit im Hinblick auf eine politische Praxis „Universalismus“ nichtsdestotrotz als strategisches Konzept angewendet werden kann und muss. Sie beschäftigt sich mit künstlerischen Positionen, theoretischen Konzepten und politischen Aktivismen, die über reine „Single-Issue-Politik“ hinausgehen und Identitätspolitiken überschreiten – die universalistisch operieren und dabei zugleich die Fallen eines verkürzten, vereinnahmenden und ausschließenden Universalismus hinterfragen.

Bini Adamczak, „eisen bügeln“
aus: „kommunismus – kleine geschichte wie endlich alles anders wird”, Unrast-Verlag 2006



Politische Zeichnung

Gemälde, Comics und Graffiti auf Flugblättern, in Zeitungen und an Hauswänden, von der Laienzeichnung der ArbeiterInnen im Deutschland der Weimarer Republik bis zu den politischen, monumentalen Wandgemälde (Murales) in Mexiko – öffentliche Zeichnung und Malerei haben politische Tradition. Mit dem Aufstand der Zapatistischen Befreiungsbewegung EZLN wurde auch die mexikanische Tradition der Murales zum Zwecke der Agitation, der Bildung und Geschichtsaufklärung wieder aufgenommen. Ausgehend davon präsentiert die Ausstellung zeichnerische Arbeiten, die Position beziehen.

Ausgehend vom zapatistischen Slogan “Alles für alle - für uns nichts!" fragt die Ausstellung nach Möglichkeiten eines “strategischen Universalismus" und damit nach der politischen Perspektive der Gleichheit. In Form von Informationswänden mit Reflexionen, Fotos und Dokumenten sowie mit künstlerischen Arbeiten und investigativen Videos findet eine Auseinandersetzung mit universalistischen (Identitätspolitik überschreitenden) Politiken und Perspektiven in gegenwärtigen aktivistischen Zusammenhängen statt. Schwerpunkte bilden dabei queere Positionen und Kämpfe, Strategien und Ansätze der Zapatistas und der Prekariatsbewegung.

Drei Zeichnerinnen reagieren auf die Infoausstellung. Damit rückt die Zeichnung als politisches Medium mit der Möglichkeit der massenhaften Verbreitung, der Agitation und der Bildung in den Blick. Neben der Tradition der politischen Zeichnung in Zeitungen und auf Plakaten knüpft die Ausstellung auch an die Geschichte der öffentlichen Zeichnung/Malerei in Mexiko an – Wandmalereien in öffentlichen Gebäuden (Murales) als Form der Bildung für eine Gesellschaft mit hohem Analphabetismus und Zeichnungen auf den Holzhäusern zapatistischer Dörfer.

http://www.igbildendekunst.at

Fr, 2. März 2007, ab 19 Uhr
ALLES FÜR ALLE!
Finissage und Release-Party des Bildpunkt – Zeitschrift der IG Bildende Kunst zum Thema