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Freitag, 12. Januar 2007

Der Misanthrop

"Es war einmal ein alter Mann, der liebte die Dinge, denn die geringste Berührung mit Menschen verursachte bei ihm einen leisen, aber nachhaltigen Ekel. Er wußte nicht mehr, wann dieser Widerwille angefangen hatte, auch nicht, ob er je davon frei gewesen war. Als Knabe hatte ihn dieser Abscheu, den andere nicht zu teilen schienen, sehr gestört, aber da er eine gute Schulbildung erhielt, lernte er unter anderem das Wort >>Misanthrop<<. Daß er nun sein Etikett kannte, gab ihm sowohl Trost als Mut, denn er glaubte, ein Übel benennen zu können hieße es neutralisieren, wenn nicht gar aufheben zu können. Außerdem hatte er mehrere Bücher gelesen und die Bekanntschaft mehrerer großer Misanthropen früherer Jahrhunderte gemacht, deren geistige Gesellschaft ihn beruhigte und mit Maßstäben für seine Launen, Sehnsüchte und Antipathien versah. Zudem fand er, daß Misanthropie ein ausgezeichnetes Mittel zur Charakterbildung sei: wenn er seinen Widerwillen unterdrückte und hin und wieder jemanden berührte, beriet oder unterstützte oder sich mit jemandem anfreundete, konnte er sich als Mann von großmütigem Verhalten und edlen Absichten fühlen..."

In welchem Buch stehen diese Zeilen?

Symbolfoto